Lust auf Schloss? Auf zur Löwenburg!

Einfach prachtvoll: Die Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe mit ihren vielen Türmchen und Verzierungen ist ein echter Blickfang! Doch obwohl sie wirkt wie eine mittelalterliche Burgruine, ist die Löwenburg gar nicht so alt, wie sie aussieht: Errichtet wurde sie erst Ende des 18. Jahrhunderts im Auftrag des Landgrafen Wilhelm IX (später Kurfürst Wilhelm I.) Er verwirklichte damit seinen Traum von einem romantischen Lustschloss, in dem er sich wie ein edler Ritter fühlen konnte. Doch ob „echt Mittelalter" oder nicht: Eine Besichtigung der erst 2022 nach aufwendiger Sanierung wiedereröffneten Burg lohnt sich!

Architektonisches Gesamtkunstwerk in neuem Glanz

Was macht ein wohlhabender Landgraf, wenn er mit seinem Gefolge in die sagenumwobene Welt des Mittelalters eintauchen will? Na klar, er baut sich eine Ritterburg! Genauso ist es vor über 200 Jahren in der damaligen Residenzstadt Kassel geschehen, als Landgraf Wilhelm IX. seinen Hofbaumeister Heinrich Christoph Jussow mit dem Bau der Löwenburg beauftragte – einer der ersten im mittelalterlichen Stil errichteten Burgruinen Europas.

Nachdem 1793 zunächst der Grundstein für einen vierstöckigen Burgturm mit Wohnräumen gelegt worden war, folgten bis zur Fertigstellung im Jahr 1801 die weiteren Gebäudeteile der Burg, die vor allem äußerlich wie eine verfallene Ruine aussieht. Und auch rund um die Burg entstand eine authentisch wirkende mittelalterliche Kulisse – unter anderem mit einem romantischen Burggarten und natürlich einem Turnierplatz.

Im zweiten Weltkrieg wurde aus der Löwenburg nach britischen Bombenangriffen dann leider tatsächlich eine Ruine, die erst in den vergangenen Jahren originalgetreu wiederhergestellt wurde und wieder in neuem Glanz erstrahlt. Dabei wurde auch der imposante Hauptturm rekonstruiert, der nun endlich wieder bestiegen werden kann. Und auch die stilecht eingerichteten fürstlichen Gemächer laden euch zu spannenden Erkundungstouren ein.

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Ritterliche Ruhestätte: Die Burgkapelle

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Ein wahres Schmuckstück ist die im gotischen Stil errichtete Burgkapelle. Sie hatte für Wilhelm IX. von Anfang an eine ganz besondere Bedeutung – denn hier sollte auch seine letzte Ruhestätte sein. Tatsächlich wurde er nach seinem Tod im Jahr 1821 in einer Gruft unterhalb der Kapelle beigesetzt.

Während die stilechte Möblierung des dreischiffigen Baus ebenfalls von Heinrich Christoph Jussow entworfen wurde, stammen die historischen Fenster der Kapelle aus unterschiedlichen Kirchen in Hessen und gehen auf das 13. bis 16. Jahrhundert zurück – und passen damit gut zum erdachten Erbauungsjahr der Löwenburg, das auf 1495 angesetzt wurde. Unbedingt anschauen solltet ihr euch auch das steinerne Rittergrabmal hinter dem Altar, das einen lebensgroßen Ritter im Harnisch zeigt.

Eiserne Harnische und eine schaurige Legende: Die Rüstkammer

Direkt neben der Burgkapelle befindet sich die Rüstkammer der Löwenburg. Neben zahlreichen Harnischen könnt ihr hier auch einen lebensgroßen Turnierreiter samt Pferd bewundern. Ein weiterer Blickfang ist die Rüstung des „Schwarzen Ritters“, die mit einer schaurigen Legende verknüpft ist: Nach dem Tod Wilhelms wurde der Leichenzug zur Löwenburg vom damals 27-jährigen Christian von Eschwege angeführt, der hierfür als „Totenritter“ die Rüstung angelegt hatte. Nur wenige Tage später starb der junge Mann – vermutlich an einer schweren Erkältung, denn er hatte unter der Rüstung stark geschwitzt. Damit erfüllte sich die Legende, wonach denjenigen, der die schwarze Rüstung trägt, ebenfalls der Tod ereilen soll. Noch heute spukt der Schwarze Ritter angeblich alle 17 Jahre auf dem Areal der Löwenburg …

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UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe: Vielfältiges Programm

Vom Herkules-Monument über die barocken Wasserspiele bis hinunter zum Schloss Wilhelmshöhe und der Löwenburg: Der Bergpark Wilhelmshöhe ist ein einzigartiges Beispiel europäischer Gartenbaukunst und steckt voller historischer Zeugnisse von internationalem Rang. Somit gibt es ein vielfältiges Programm, Führungen und Feste sowie eine besondere Ausstellung im Schloss Wilhelmshöhe: Unter dem Motto „Bergpark Reloaded“ bietet sie faszinierende Einblicke in die Planung des barocken Bauvorhabens und macht den Bergpark digital erlebbar.

Tretet ein, edle Herrschaften: Führungen durch die Löwenburg

Habt ihr Lust auf eine doppelte Zeitreise? Dann begebt euch auf einer Führung durch die Löwenburg in die fürstliche Epoche von Landgraf Wilhelm IX. und lasst euch gleichzeitig von der fast perfekten Illusion des Mittelalters begeistern! Die Innenbereiche der Löwenburg können ausschließlich im Rahmen eines geführten Rundgangs betreten werden. Außerdem bietet euch die rund einstündige Führung die Möglichkeit, die grandiose Aussicht vom Burgturm zu genießen. Reserviert euch am besten frühzeitig eure Tickets!

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Romantisch und ritterlich: Rund um die Löwenburg

Auch im Außenbereich der Löwenburg gibt es einiges zu entdecken – denn auch hier sollte sich das mittelalterlich anmutende Ambiente fortsetzen. Einen guten Eindruck vermittelt hiervon die in Teilen erhaltene Gartenanlage, wo ihr zwischen sorgfältig geschnittenen Hecken auf eine Skulptur von Venus und Armor trefft. Westlich der Löwenburg wurde außerdem ein Turnierplatz angelegt, dessen Tribüne heute allerdings nicht mehr erhalten ist. Obstbäume, ein Gemüsegarten sowie ein Dammwildgehege sollten der Selbstversorgung der Burgbewohner dienen, und auch einen Weinberg gab es. Hier könnt ihr nach einer Besichtigung der Löwenburg in den Sommermonaten die Seele baumeln lassen und euch selbst so fühlen, als hätte man euch in ritterliche Zeiten zurückversetzt …

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